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Dienstag, 22. April 2008

nachgetreten!

es ist erst zwei wochen her, trotzdem erscheint es mir heute ähnlich hirnrissig wie der turmbau zu babel. die parallelen sind gravierend: auch im aktuellen fall sollte es sich um einen turm, einen leuchtturm nämlich, handeln, dessen bau schließlich durch ein kommunikationsproblem (über die kosten) scheiterte. die rede ist vom transrapid münchen.

mit wenig abstand kann man jetzt resumieren:

a) scheint die bayrische staatsregierung schon vor dem bekanntwerden der kostenerhöhung davon ausgegangen zu sein, dass der transrapid niemals kostendeckend fahren könnte. das erklärt, warum man von einem leuchtturmprojekt sprach: gewinn sollte der export der technologie bringen.

b) der transrapid ist ein veraltetes verkehrskonzept. ursprünglich wurde er konstruiert, um metropolregionen zu verbinden. diese aufgabe übernehmen heute hochgeschwindigkeitszüge und kurzstreckenflieger. die lücke in der infrasturktur, die der transrapid beheben sollte, ist längst geschlossen.

nur die farbgebung verstehe ich bis heute nicht. ausgerechnet in bayern sollte ein roter zug verkehren. ein schöneres zeichen für den realitätsverlust hätte sich die csu kaum aussuchen können.